WORLÉE-CHEMIE AUS LAUENBURG GEWINNT RESPONSIBLE CARE-PREIS DES VCI NORD

UNTERSTÜTZUNG FÜR LANDWIRTE AUS DER REGION BEIM NACHHALTIGEN ANBAU VON LEINDOTTER-PFLANZEN AUSGEZEICHNET


Übergabe des Responsible Care-Preises 2018 an Worlée-Chemie aus Lauenburg.

Hamburg, 21. August 2018 – Die Worlée-Chemie GmbH aus Lauenburg hat den Responsible Care-Preis 2018 des Verbands der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord) gewonnen. Den Preis erhielt das Unternehmen für ein Projekt, mit dem es aktiv heimische Landwirte beim nachhaltigen Anbau von Leindotterpflanzen unterstützt. Das Öl dieser Pflanzen benötigt Worlée-Chemie zur Herstellung von Alkydharzen, die als Bindemittel in der Farb- und Lackindustrie eingesetzt werden.

Über mehrere Testanbauflächen identifizierte Worlée-Chemie zunächst drei Wege, um die Öl produzierenden Leindotterpflanzen nachhaltig anzubauen. So fand das Unternehmen heraus, dass sich die Pflanzen sowohl für den Mischfrucht-, Zwischenfrucht- als auch Zweitfruchtanbau eignen.
Der Mischfruchtanbau zusammen mit Erbsenpflanzen spart nicht nur Ackerfläche, die Landwirte benötigen auch weniger Pestizide. Denn Leindotter nimmt Unkräutern durch sein schnelles Wachstum den Lebensraum und ist zudem nicht anfällig für Blattläuse. Nicht zuletzt dient Leindotter den Erbsenpflanzen als Rankhilfe.
Da Leindotterpflanzen sehr schnell wachsen, eignen sie sich außerdem optimal für den Zwischenfruchtanbau. Die Pflanzen werden dabei auf vorübergehend brachliegenden Ackerflächen, wie es sie beispielsweise zwischen dem Anbau von Sommer- und Wintergetreide gibt, angebaut.
Die dritte Möglichkeit ist der Anbau von Leindotter als Zweitfrucht nach „Grünroggen“. Grünroggen wird ausschließlich für Biogasanlagen produziert. Nach der Ernte liegen die Flächen meist brach und weil Leindotter so schnell wächst, können die Pflanzen direkt nach der Grünroggenernte angebaut werden.
Alle drei Anbauarten sind Monokulturen also in vielerlei Hinsicht überlegen. Mit diesem Wissen geht das Unternehmen nun aktiv auf die Landwirte aus der Region zu und unterstützt sie beim nachhaltigen Anbau von Leindotterpflanzen.

„Sowohl der Mischfruchtanbau als auch der Zwischenfrucht- und Zweitfruchtanbau sind wunderbare Instrumente, um die „Tank versus Teller-Debatte“ aufzulösen. Denn wenn die von uns verwendeten Leindotterpflanzen keine zusätzlichen Ackerflächen benötigen, stehen sie auch nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelherstellung“, erklärt Dr. Toine Biemans, Leiter Forschung und Entwicklung bei Worlée-Chemie.

Die Responsible Care-Jury um Dr. Andreas H. Meier (bis gestern VCI Nord Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender der Geschäftsführung der SOLVAY GmbH), Dirk Jepsen (Geschäftsführer des Ökopol-Instituts für Ökologie und Politik) und Gerald Proß (Sekretär der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Nord) zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Unternehmens: „Worlée-Chemie setzt in seinem Produktionsprozess nicht nur konsequent auf nachwachsende Rohstoffe, sondern treibt auch den Transformationsprozess seiner Zulieferkette in Richtung eines nachhaltigen Anbaus dieser Rohstoffe entschieden voran.“

Ansprechpartner für Fragen zu dem Projekt sind Matthias Körber (MKoerber@worlee.de) und Dr. Katharina Spethmann (Spethmann@inocas.com.br).

 

Download Foto der Preisverleihung (Bildquelle: Lars Kaeltta)

Download Foto einer Biene auf einer Leindotterpflanze (Bildquelle: Worlée-Chemie GmbH)

Bildunterschrift: Die Leindotterpflanze ermöglicht nicht nur die nachhaltige Herstellung von Bindemitteln, sondern dient auch Insekten als Nahrungsquelle.


Über Responsible Care:
Die weltweite Responsible Care Initiative ist in Deutschland Teil der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ und steht für den Willen der chemischen Industrie, ihre Leistungen zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt zu optimieren und zwar freiwillig und über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Unternehmen mit besonderen Projekten können sich im Rahmen der Initiative einmal jährlich um den Responsible Care-Preis des VCI Nord bewerben.

Über den VCI Nord:
Der VCI Nord ist ein Landesverband des Verbandes der Chemischen Industrie. Er vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von 280 Mitgliedsunternehmen in Hamburg, Niedersachsen, SchleswigHolstein und Bremen. Weitere Kernaufgaben des Verbandes sind die Fortbildung von Lehrkräften, die Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts sowie die Förderung von Kontakten zwischen Hochschulen und Wirtschaft.

Über Worlée-Chemie:
Die Worlée-Chemie GmbH zeigt mit ihrem umfangreichen Portfolio für die Farben- und Lackindustrie, wie Qualität und Nachhaltigkeit zu zukunftsweisenden Rohstoffen verschmelzen. In Deutschland werden in den Produktionsstätten in Lauenburg und Lübeck Additive und Bindemittel hergestellt, die dank modernster Produktionsanlagen und Managementsysteme besonders umweltschonend sind und von Kunden auf der ganzen Welt eingesetzt werden. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte namhafter Hersteller.


Kontakt:

 

Alexander Warstat

Pressesprecher

Verband der Chemischen Industrie e. V.
Landesverband Nord

Sankt-Florian-Weg 1, 30880 Laatzen

Tel:. +49 (0) 511 984 90 39
Mobil: +49 (0) 172 457 46 77

Fax: +49 (0) 511 83 35 74

warstat@lv-nord.vci.de
www.vci-nord.de 

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