Zum Inhalt springen

Chemieverband fordert mehr Offenheit für Zukunftspläne von Unternehmen

Holger Bär als Vorsitzender des VCI Nord wiedergewählt


Laatzen, 27. August 2026 – Holger Bär bleibt Vorsitzender des Verbandes der chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord). Nach seiner Wiederwahl in den Vorstand durch die Mitgliederversammlung bestätigte der Verbandsvorstand heute den Geschäftsführer der deutschen Olin-Gesellschaften in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender. Der Diplom-Chemieingenieur gehört dem Vorstand des VCI Nord seit 2016 an und ist seit 2022 Vorsitzender des Verbandes.

Als stellvertretender Vorsitzender wurde Detlev Wösten, Geschäftsführer und Chief Sustainability Officer der H&R-Gruppe, in seinem Amt bestätigt. Neu ins Amt als zweiter stellvertretender Vorsitzender gewählt wurde Carsten Büsing, Werkleiter der KRONOS TITAN GmbH am Standort Nordenham.

Holger Bär, der im Olin-Konzern außerdem als Vice President International Manufacturing, Engineering & EHS tätig ist, sieht die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland weiterhin in der Krise: „Die Lage bleibt ernst, eine wirkliche Erholung ist nicht in Sicht und die Investitionen sind rückläufig. Viele Unternehmen rechnen auch für die kommenden Monate mit einer schwierigen Geschäftsentwicklung“, so Bär. Vor allem hohe Kosten sowie die Energie- und Klimapolitik zählten zu den größten Investitionshemmnissen. Der Handlungsbedarf bleibe somit groß, mehr als 80 Prozent der Unternehmen sähen laut einer aktuellen VCI-Mitgliederumfrage die Risiken einer Deindustrialisierung politisch nicht ausreichend berücksichtigt. Zu oft würden in Gesetzesvorhaben subtil und kleinteilig Wettbewerbsnachteile und Industriehemmnisse eingebaut, die dem Klima und der Umwelt unterm Strich global nichts brächten, sondern nur Produktion und Arbeitsplätze aus Deutschland heraus verlagerten.

Für den Verbandsvorsitzenden stehen damit die Themen Bürokratieabbau und schnelle Genehmigungen, eine wettbewerbsfähige Energie- und Klimapolitik, die Senkung von Arbeitskosten, Steuern und Sozialabgaben sowie eine klare industriepolitische Unterstützung weiterhin ganz oben auf der Agenda. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen sei dringend ein Mentalitätswandel hin zu mehr Offenheit, Veränderungsbereitschaft und Eigenverantwortung nötig. „Nur dort, wo sie willkommen sind, werden Unternehmen ihre Zukunft planen und sich langfristig binden“, betont Holger Bär.


Über den VCI Nord:
Der VCI Nord ist ein Landesverband des Verbandes der Chemischen Industrie. Er vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 280 Mitgliedsunternehmen mit knapp 68.000 Beschäftigten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Weitere Kernaufgaben des Verbandes sind die Fortbildung von Lehrkräften, die Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts sowie die Förderung von Kontakten zwischen Hochschulen und Wirtschaft.


Kontakt:

Alexander Warstat

Pressesprecher

Verband der Chemischen Industrie e. V.
Landesverband Nord

Sankt-Florian-Weg 1, 30880 Laatzen

Tel:. +49 (0) 511 984 90 39
Mobil: +49 (0) 172 457 46 77
Fax: +49 (0) 511 83 35 74

warstat@lv-nord.vci.de
www.vci-nord.de 

 Zur Übersicht