Wie aus Kindern Forscher werden

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Luftballons, die sich von allein aufpusten? Geisterhände in Blumentöpfen? Und: Ein Stärkemonster, das gar nicht gefährlich ist?

Wie man mit diesen und vielen weiteren spannenden Experimenten die Lust auf Naturwissenschaften bei Kindern fördern kann, lernten in den vergangenen Wochen neun Erzieherinnen und Erzieher aus Oldenburg. Sie nahmen an der Fortbildung „MiniLab – Experimentieren in der Kita“ des Verbands der Chemischen Industrie e. V. Landesverband Nord (VCI Nord) in Kooperation mit der BÜFA GmbH & Co. KG teil, die heute zu Ende ging.

An drei Fortbildungstagen lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Anleitung von Dozent Klaus von Kittlitz (Naturwissenschaften zum Anfassen), wie sie selbstständig mit Kindern experimentieren und so deren Begeisterung für Naturphänomene fördern können. Denn Kinder im Kita-Alter sind die geborenen Forscher und haben großes Interesse an ihrer Umwelt. Auf Seiten der Erwachsenen gibt es beim Thema Naturwissenschaften aber häufig Berührungsängste. Die Folge: Dieser Bereich kommt oft zu kurz. „Mit dem MiniLab wollen wir Erzieherinnen und Erzieher ermutigen, die kindliche Neugier durch Experimente zu unterstützen und ihnen zeigen, wie viel Spaß das gemeinsame Forschen machen kann“, so Nadine Priebe vom VCI Nord.

„Als wir vom MiniLab gehört haben, waren wir sofort begeistert und wollten die Fortbildung zu uns in die Region holen“, so Dr. Anette Koch-Wegener von BÜFA. „Der Grundstein für naturwissenschaftliches Interesse wird in der frühen Kindheit gelegt und muss genau dann gefördert werden. Als ausbildendes Unternehmen sind wir auf naturwissenschaftlich interessierte, motivierte junge Menschen angewiesen.“

Zum Abschluss gab es für die Anwesenden noch ein ganz besonderes Geschenk: Ein Starterset mit den wichtigsten Experimentiermaterialien, damit sie die gelernten Versuche sofort umsetzen können. Falls sie dabei noch Unterstützung benötigen, werden sie in den kommenden Wochen von Klaus von Kittlitz dabei begleitet. „Im Anschluss an die Fortbildung geht unser Dozent zu den sogenannten ,Forschertagen‘ noch einmal direkt in die Kitas und unterstützt vor Ort. So sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht auf sich allein gestellt, falls noch Fragen oder Unsicherheiten bei der Umsetzung auftauchen“, so Priebe.

Das MiniLab findet einmal pro Jahr in verschiedenen Regionen Norddeutschlands statt. Seit Start der Fortbildung im Jahr 2010 wurden rund 130 Erzieherinnen und Erzieher sowie
Tageseltern aus 85 Einrichtungen in Hannover, Goslar, Hamburg, Glinde, Peine und Oldenburg geschult. Neben der Fortbildung und den Forschertagen gibt es für die teilnehmenden Kitas auch die Möglichkeit, eine exklusive Schulung für alle ihre Mitarbeiter/innen durchzuführen. Abgerundet wird das MiniLab-Angebot durch Videos mit immer neuen Experimentierideen auf dem YouTube-Kanal des VCI Nord: www.bit.ly/VCINord.

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