Sasol und Covestro gewinnen Responsible Care-Wettbewerb des VCI Nord

Sasol Werk Brunsbüttel

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Mit zwei beeindruckenden Ideen zum Trinkwasser-Sparen sicherten sich die Unternehmen aus Brunsbüttel den Sieg.

Die Sasol Germany GmbH sowie die Covestro Deutschland AG haben mit Projekten in ihren Standorten in Brunsbüttel Platz 1 und 2 des Responsible Care-Wettbewerb des Verbands der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord) abgeräumt. Sasol wurde ausgezeichnet für seinen Einsatz eines eigenen flüssigen Produkts in betrieblichen Vakuumpumpen zur Erzeugung von im Produktionsprozess benötigten Unterdrucks. Covestro erhielt den Preis für eine ausgefeilte Online-Analytik, die die thermische und stoffliche Nutzung von Dampfkondensaten aus mehreren Anlagen ermöglicht.

Die Umsteuerung bei Sasol von Frischwasser auf den Einsatz eines eigenen Produkts als Ringflüssigkeit in Vakuumpumpen macht zukünftig die Verwendung von Frischwasser überflüssig und führt schon im ersten Schritt zu einer Einsparung von 2.200 Kubikmeter Wasser im Monat, was dem durchschnittlichen Verbrauch von 150 Haushalten mit vier Personen entspricht. Bei Covestro führt die langjährig optimierte Online-Analytik in Abhängigkeit von der Produktionsauslastung zukünftig zu einer Einsparung von bis zu 500.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr bei der Dampferzeugung.

„Mit der erfolgten Umstellung der Ringflüssigkeit der Vakuumpumpen auf eine organische Flüssigkeit, die als Produkt bei uns vorliegt und die anschließend vermarktet wird, leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und können unsere Kosten senken“, betont Peter Högenauer, Werkleiter von Sasol in Brunsbüttel. Das Projekt werde jetzt auch in anderen Anlagen des Werks Brunsbüttel sowie für eine Anlage in den USA geprüft. Und Dr. Uwe Arndt, Standortleiter von Covestro in Brunsbüttel, unterstreicht anlässlich der Preisverleihung durch den VCI Nord: „Energiereiche Kondensate sowohl thermisch wie auch stofflich zu nutzen, ist in der chemischen Industrie grundsätzlich nicht neu. Die Nutzung auf unterschiedliche große Anlagen auszudehnen, setzt allerdings besondere Erfahrungen und eine auf den Standort abgestimmte Online-Analytik voraus. Über beides verfügen wir in Brunsbüttel.“

„Wir sind stolz, wieder zwei herausragende Projekte norddeutscher Chemieunternehmen zur Ressourcenschonung auszeichnen zu können. Beide Projekte zeigen einmal mehr, wie innovativ die Chemiebranche gerade auch in Norddeutschland ist“, so die Bewertung der Responsible Care Jury mit Detlev Wösten (Vorsitzender des VCI Nord und Geschäftsführer der H&R GmbH & Co. KGaA), Gerald Proß (Sekretär der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Nord) und Franz-Peter Heidenreich (Deutsche Bundesstiftung Umwelt).


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