Responsible Care: Zwei von vier Preisträgern kommen aus dem Norden

Bildquelle VCI

Bei der diesjährigen Preisverleihung des Responsible Care-Wettbewerbs gingen gleich zwei von insgesamt vier Preisen an Unternehmen aus Norddeutschland: Jeweils einen ersten Preis erhielten die H&R GmbH & Co KGaA aus Hamburg, die Worlée-Chemie GmbH aus Lauenburg sowie die BERLIN-CHEMIE AG aus Berlin. Der Mittelstandpreis ging an die CHT Germany GmbH, Tübingen.

Das Motto lautete: „Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDG)“. Das Responsible-Care-Programm ist Bestandteil von Chemie3, der Nachhaltigkeitsinitiative der Branche. Die mit unabhängigen Fachleuten besetzte Jury verständigte sich erstmals wegen der großen Bandbreite der eingereichten Projekte darauf, drei gleichwertige erste Preise zu vergeben. Außerdem würdigte der VCI zum vierten Mal ein besonderes Projekt eines Unternehmens mit dem Mittelstandspreis.

Die H&R GmbH & Co. KGaA am Standort Hamburg wurde für ihr Projekt „Regelflexible Wasserstoffanlage“ ausgezeichnet. Mit der Eröffnung einer Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage betreibt das Unternehmen die zurzeit größte regelflexible PEM-Anlage (PEM = Protonen-Austausch-Membran) der Welt. Regelflexibel bedeutet, dass die Anlage ihre Leistungsaufnahme den aktuellen Bedürfnissen auf dem Strommarkt anpassen kann: Produzieren also beispielsweise Windräder bei starkem Wind mehr Energie, als das deutsche Stromnetz derzeit aufnehmen kann, speichert die Anlage einen Teil dieses Ökostroms zwischen und trägt damit zu einem stabileren Stromnetz bei. Durch den Bau dieser Anlage stellt H&R den für den Produktionsprozess ihrer Spezialitätenraffinerie benötigten Wasserstoff jetzt außerdem komplett selbst her.

Die Worlée-Chemie GmbH aus Lauenburg erhielt den Preis für ihr Projekt „Wertschöpfungskette basierend auf nachhaltig und heimisch produzierten nachwachsenden Rohstoffen“, mit dem es aktiv heimische Landwirte beim nachhaltigen Anbau von Leindotterpflanzen unterstützt. Das Öl dieser Pflanzen benötigt Worlée-Chemie zur Herstellung von Alkydharzen, die als Bindemittel in der Farb- und Lackindustrie eingesetzt werden.

Die BERLIN-CHEMIE AG aus Berlin überzeugte die Jury mit ihrem Projekt „Geschützte Betriebsabteilung“. In dieser arbeiten 31 Mitarbeiter mit Behinderungen, die von vier Betreuern begleitet werden. Durch die fachkundige Betreuung sowie einer Vielzahl von Veranstal¬tungen und Aktivitäten hat sich die „Geschützte Betriebsabteilung“ nicht nur als reiner Arbeitsort etabliert, sondern hat sich für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Zentrum für soziale Kontakte, Kultur und Kommunikation entwickelt.

Mit dem Mittelstandspreis prämierte die Bundesjury das Projekt „Reduktion des Einsatzes kritischer Rohstoffe in der CHT Gruppe“ der CHT Germany GmbH, Tübingen. 2015 hatte CHT weltweit in einem automatisierten Prozess begonnen, alle eingesetzten Rohstoffe zu bewerten. Sogenannte kritische Stoffe, die beispielsweise unter die Kategorien krebserzeugend, keimzellmutagen, reproduktionstoxisch und sensibilisierend oder „besonders besorgniserregende Stoffe“ fallen, hat das Unternehmen bereits ersetzt oder sie werden in Zukunft ausgetauscht.

Mehr über Responsible Care erfahren Sie hier.

Weitere Details zu den Projekten der norddeutschen Gewinner finden Sie hier.

Zum Video der Sieger gelangen Sie hier.

Nachhaltigkeit