Norddeutsche Küstenländer beschließen Wasserstoffstrategie

grüner Wasserstoff, klimaneutral, CO2-neutral

Norddeutsche Küstenländer beschließen Wasserstoffstrategie

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Klimaneutrale und bezahlbare Versorgung mit grünem Wasserstoff. So kann sie gelingen.

Heute haben die Wirtschaftsminister der norddeutschen Küstenländer eine gemeinsame Wasserstoffstrategie verabschiedet.

Das Ziel: Bis 2035 soll hier eine grüne Wasserstoffwirtschaft aufgebaut werden, um eine nahezu vollständige Versorgung aller an grünem Wasserstoff interessierten Abnehmer zu ermöglichen. Die fünf Länder wollen einen Transformationsprozess in Gang setzen und den Bund aktiv dabei begleiten, ein level-playing-field für klimaneutrale Energieträger zu schaffen. "Tragfähige Geschäftsmodelle erfordern einen konkurrenzfähigen Preis für grünen Wasserstoff, z. B. durch die Internalisierung von externen Kosten bei fossilen Energieträgern, eine Reform der staatlich induzierten Strompreisbestandteile und Anschubfinanzierungen durch Förderprogramme."

Bis 2025 sollen in Norddeutschland mindestens 500 MW und bis 2030 mindestens 5 GW Elektrolyseleistung zur Erzeugung von grünem Wasserstoff installiert sein. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien sollen auch Importe von grünem Wasserstoff und anderen synthetischen Energieträgern mitgedacht werden, um den erforderlichen Energiebedarf zu decken.

In der bereits in 2013 durchgeführten ChemCoast-Studie wurde ein Bedarf von Windwasserstoff für die stoffliche Nutzung in der Industrie der Region Unterelbe von rund 100.000 t für 2025 ermittelt. Jedes Kilogramm Windwasserstoff senkt dabei die THG-Emissionen um 11 kg CO2 verglichen mit Wasserstoff, der aus Erdgas hergestellt wird. Damit bietet sich allein hier ein Einsparpotenzial von 1,1 Mio t CO2. Zur Produktion der rund 100.000 t Wasserstoff wird ein Strombedarf von 5 TWH benötigt - das entspricht etwa 180 Windrädern (bei 7 MW/4.000 Volllaststunden) off-shore oder 340 Windrädern (4 MW/ 2.100 Vollaststunden) on-shore.