Lehrerfortbildung für sicheren Chemieunterricht

(Foto: VCI Nord)

Chemieunterricht – aber sicher! Wie das geht, erfuhren am 18.09.2018 rund 30 norddeutsche Chemielehrer bei der VCI Nord-Fortbildung „Sicheres Experimentieren im Chemieunterricht“ im Lehrerfortbildungszentrum der Universität Oldenburg.

Kein Experiment ohne Gefährdungsbeurteilung
Zunächst drehte sich alles um das Thema Gefährdungsbeurteilungen. Dr. Bernd-H. Brand zeigte, wie man diese mit seinem Programm „Chemac-win“ ganz leicht erstellen kann. Außerdem erläuterte er, wie schulisches Gefahrstoffmanagement in der Praxis aussehen sollte.

Anschließend wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe setzte in einem Workshop das zuvor Gehörte in die Praxis um und bekam dabei hilfreiche Tipps vom Profi.

Rechtliche Fallstricke meiden
Währenddessen widmete sich die zweite Gruppe rechtlichen Fragen. Dr. Horst Klemeyer, Fachkraft für Arbeitssicherheit der niedersächsischen Landesschulbehörde gab den Anwesenden eine Einführung in die theoretischen Grundlagen des Gefahrstoffrechts und des Gefahrstoffmanagements an Schulen. Er informierte über Rechte und Pflichten und diskutierte mit den Lehrkräften die Vor- und Nachteile verschiedener Verwaltungsprogramme.

Gefahren im Unterricht vorbeugen
Aber auch das Experimentieren selbst wurde kritisch unter die Lupe genommen. Dr. Stephan Leupold von der Universität Bremen demonstrierte sehr eindringlich mögliche Gefahren ausgewählter Schulversuche und wie man diese vermeiden kann. Dies konnten die Teilnehmer anschließend an verschiedenen Experimentierstationen selbst ausprobieren.

Mit der Fortbildung unterstützt der VCI Nord Lehrkräfte ganz praktisch dabei, die Richtlinie für sicheren Unterricht (RISU 2016) umzusetzen. Damit Chemieunterricht auch weiterhin sicher, experimentell und schülerorientiert gestaltet werden kann.

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