Klimaschutz braucht eine starke Industrie

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt, dass die EU ihre Klimaschutzziele für 2050 mit einer Strategie begleiten will. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann hält es für wichtig, dass die Europäische Kommission schon frühzeitig einen Pfad skizziert, an dem sich die Wirtschaft orientieren kann. Tillmann sagte: „Die EU setzt die Leitplanken für die europäische Klimapolitik. Wir sollten uns dabei auf ein gemeinsames EU-Ziel konzentrieren und nicht auf untergeordnete Ziele einzelner Mitgliedstaaten. Europa sollte sich auf ein Szenario einigen, das einen für alle Beteiligten machbaren Übergang zu einer treibhausgasneutralen Zukunft ermöglicht.“ Dabei sollte die Industrie als wichtigster Lösungsanbieter unbedingt einbezogen werden, sagte Tillmann: „Klimaschutz und industrielle Entwicklung müssen Hand in Hand gehen und sind kein Widerspruch.“

Schließlich haben die Industrie und die Stromerzeuger im vergangenen Jahrzehnt die stärkste CO2-Minderung geliefert. Europaweit konnten diese beiden Sektoren ihren Treibhausgasausstoß von 2005 bis 2016 um 24 Prozent mindern. Nachholbedarf gibt es vor allem in den Sektoren Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft: Hier sanken die Emissionen im gleichen Zeitraum nur um 8 Prozent. Gerade in diesen Bereichen kann der Einsatz von Chemieprodukten helfen, CO2-Emissionen einzusparen.

Tillmann hofft zudem, dass die weitere Debatte über geeignete Maßnahmen ergebnisoffen geführt wird: „Das Datum 2050 steht. Aber die Wege dahin sind vielfältig und sollten nicht durch den Ausschluss von bestimmten Technologien erschwert werden. Branchen wie die Chemie liefern schon heute viele emissionsarme Produkte und forschen an innovativen, CO2-armen Produktionsmethoden. Um diese im Sinne eines ambitionierten Klimaschutzes entwickeln zu können, braucht es eine starke Industrie.“

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