Industrie liefert Lösungen für die Energiewende

Aurubis und enercity haben in Hamburg die größte Industriewärmeversorgung Deutschlands gestartet. Das Prinzip ist einfach und zugleich effektiv: Bei Aurubis entsteht bei der Herstellung von Kupfer in einem Nebenprozess Wärme. Diese wird über eine neu gebaute Leitung an den Energieversorger enercity geliefert, der damit die östliche Hafencity versorgt. Dieses Beispiel zeigt: Industrieunternehmen können aktiv dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Durch die Nutzung der Wärme wird ein Ausstoß von mehr als 20.000 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlenstoffdioxid (CO2) vermieden. Zum Vergleich: Dies entspricht in etwa den Emissionen von 10.000 Mittelklasse-Pkw, die durchschnittlich 12.000 Kilometer pro Jahr fahren.

Großes Potenzial für weitere CO2-Reduktion
Und das könnte erst der Anfang sein. Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, betont, dass das Unternehmen in der Lage wäre, sogar die dreifache Menge an Abwärme auszukoppeln. Damit könnten jährlich bis zu 140.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspräche fast der Menge, die sich die gesamte Hamburger Industrie in einer Selbstverpflichtung als Einsparziel ab dem Jahr 2018 gesetzt hat.

Deutschlandweite Anerkennung
Das Industriewärme-Projekt von Aurubis und enercity hat in der Fachwelt bereits viel Anklang gefunden. So gehört es als eines von zehn Fallbeispielen zum Projekt „Leuchttürme energieeffiziente Abwärmenutzung“ der Deutschen Energie-Agentur (dena). Ende September 2018 zeichnete das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg das Projekt mit dem „German Renewables Award“ aus. Auch ist es von der dena für den „Energy Effiency Award“ nominiert worden, dessen Sieger im November bekannt gegeben werden.

Außerdem leistet das Projekt einen Beitrag zur Chemie-Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3.

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