Dr. Peter Prinz neuer Vorsitzender des VCI Nord

Dr. Peter Prinz ist neuer Vorsitzender des VCI Nord

Dr. Peter Prinz

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Er will sich vor allem für internationale Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit für norddeutsche Chemieunternehmen einsetzen.

Dr. Peter Prinz ist neuer Vorsitzender des VCI Nord. Nach der Wahl in den Vorstand durch die heutige Mitgliederversammlung wählte das Leitungsgremium des Verbandes den Geschäftsführer der Vynova Wilhelmshaven GmbH an die Spitze des VCI Nord. Der Diplom-Chemiker gehört unserem Vorstand seit 2012 an und war bereits seit 2018 stellvertretender Vorsitzender.

Prinz übernimmt den Vorsitz von Detlev Wösten, Geschäftsführer des Spezialchemie-Unternehmens H&R GmbH & Co. KGaA, der das Amt nach zweijähriger Amtszeit satzungsgemäß abgab und zukünftig gemeinsam mit Dr. Uwe Arndt, Standortleiter der Covestro Deutschland AG in Brunsbüttel, als Stellvertreter von Prinz fungieren wird.

Ebenfalls in den Vorstand gewählt wurden:

 ·       Holger Bär, Olin / Blue Cube

·       Reinhold von Eben-Worlée, Worlée-Chemie GmbH

·       Stephan Engel, Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH

·       Peter Högenauer, Sasol Germany GmbH

·       Dr. Carsten Kuhlgatz, Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH

·       Sylvio Montag, Solvay GmbH

·       Rainer Wahlers, Glencore / Nordenhamer Zinkhütte GmbH

Für Dr. Peter Prinz ist angesichts der aktuellen Lage vieler norddeutscher Chemieunternehmen dringend energisches Handeln der norddeutschen Landesregierungen in Richtung der Bundesregierung gefragt. „Massive Einbrüche bei den Auftragseingängen und ein zunehmender Importdruck bei Grundchemikalien durch krisenbedingte Überkapazitäten vor allem in den USA und Asien sowie die gleichbleibend überhöhten Energiekosten führen bei vielen Unternehmen zu einer dramatischen Lage“, so Prinz. Jetzt seien spürbare industriepolitische Impulse nötig, denn auf dem schwierigen Weg zurück zum Vorkrisenniveau träten die gegenwärtigen Standortdefizite noch deutlicher zutage.

„Um Investitionen und Innovationen zu fördern, muss die Unternehmensbesteuerung auf 25 Prozent verringert werden. Die Energiekosten speziell für Grünstrom müssen substanziell gesenkt, ein Moratorium für bürokratische und finanzielle Lasten festgelegt sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren gestrafft werden. Die norddeutschen Landesregierungen müssen jetzt mit vollem Einsatz mit für diese nötigen Rahmenbedingungen sorgen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Chemieindustrie auch weiterhin zu gewährleisten“, betont der neue Vorsitzende.

Der europäische Green Deal und damit auch die neue Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit stellt für Prinz eine weitere große Herausforderung dar. Für die damit verbundenen Investitionen in neue Technologien sei aber Planungssicherheit eine sehr wichtige Grundvoraussetzung. Bei vielen umwelt- und klimapolitischen Herausforderungen durch die Politik würden die gravierenden Folgen dieser Forderungen für die Unternehmen kaum mitbedacht, denn Nachhaltigkeit müsse die Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen fest im Blick haben. „Klare und verlässliche Rahmenbedingungen sind für Innovationen aus der Chemie aber unabdingbar. Nur dann können unsere Unternehmen mit ihren Produkten die Umsetzung der ambitionierten Ziele des Green Deals auch bestmöglich unterstützen“, so Prinz.


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