CRISPR – eine neue Müslisorte?

Nein – Die Buchstaben ergeben sich aus Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats. Sie sind immer noch nicht schlauer? 19 Chemie- und Biolehrer hatten Gelegenheit, am 7. und 8. März 2019 in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel dieser Abkürzung auf den Grund zu gehen.

CRISPR steht für ein molekularbiologisches Werkzeug entwickelt aus einem antiviralen Schutzmechanismus von Bakterien. Der Schutzmechanismus besteht aus einer Ansammlung von sich wiederholender Sequenzen im DNA-Strang der Bakterie, der eindringende Fremd-DNA zerstört – ein „lernendes Immunsystem“. Die daraus entwickelte CRISPR/CAS-Methode ermöglicht es, DNA-Bausteine im Erbgut gezielt, wie mit einer Schere, zu verändern.

Die Lehrer arbeiteten mit Nutzpflanzen, bei denen präzise eine oder mehrere Gene durch CRISPR/CAS verändert worden waren. Neben der theoretischen Einführung in die Genomforschung und Gentechnik wurden verschiedene Methoden vorgestellt, die ein Genome Editing ermöglichen. Die rechtlichen und gesellschaftlichen Implikationen wurden diskutiert. Im biochemischen Labor durften die Lehrer selbst Pflanzen-DNA isolieren und die Mutation mittels Polymerasekettenreaktion und Gel-Elektrophorese nachweisen.

Diese vom VCI Nord organisierte Lehrerfortbildung wurde von Mitarbeitern des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durchgeführt und vom Fond der Chemischen Industrie finanziell unterstützt.

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