Chemie investiert so viel in Forschung wie noch nie

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Die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie wird im laufenden Jahr mit ihren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) erstmals die 11-Milliarden-Euro-Grenze erreichen. Das prognostizierte der Verband der Chemischen Industrie e. V. (VCI). 2017 stiegen die FuE-Budgets mit 10,8 Milliarden Euro auf einen Rekordwert. Das ist ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat die Branche zum siebten Mal in Folge ihre FuE-Etats angehoben.

Dabei setzen die Unternehmen aber nicht nur auf Euros, sondern auch auf Bit und Bytes: Die Digitalisierung ebnet durch das systematische Erheben großer Datenmengen neue Wege, um die Innovationsfähigkeit zu stärken. Die exponentiell gestiegene Rechnerleistung beschleunigt die Forschung zu neuen Chemikalien enorm. So kann die aktuelle Hardware eine erheblich größere Variantenvielfalt für chemische Reaktionen und Produktformulierungen berechnen als noch vor fünf Jahren. Außerdem findet künstliche Intelligenz relevante Fundstellen bei Literatur- und Patentrecherchen schneller als der Mensch und trägt zur Konzentration auf geeignete Lösungsansätze bei.

Im Branchenvergleich hat die chemisch-pharmazeutische Industrie die höchste Innovationsorientierung. 63 Prozent aller Chemie- und Pharmaunternehmen forschen. Damit rangiert die Branche deutlich über dem Durchschnitt von 28 Prozent der gesamten deutschen Industrie.

Mit rund 41.100 Mitarbeitern (2016) ist die Zahl der Beschäftigten in den Forschungslaboren der chemischen Industrie auf hohem Niveau stabil geblieben.

Über 5 Prozent ihrer Umsätze stecken die Unternehmen der Branche jährlich in ihre Forschung. Nur im Fahrzeugbau und in der Elektroindustrie ist die FuE-Intensität höher.

Grafiken zur VCI-Forschungspressekonferenz 2018

Quelle: Stifterverband, VCI
VCI - Forschungspressekonferenz am 21. August 2018

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