Chemie auf höchstem Niveau

Einblick in die praktische Arbeit bei der Abbott Laboratories GmbH.

-

Bei einer Preisverleihung des VCI Nord wurden die erfolgreichsten niedersächsischen Chemieolympioniken ausgezeichnet. Auch drei Schulen erhielten einen Preis.

Die ersten Plätze der niedersächsischen Landesvorauswahl der Internationalen Chemieolympiade (IChO) gingen in diesem Jahr an drei Schülerinnen: Anna-Lena Bröer vom Ratsgymnasium Wolfsburg (Platz 1), Lisa Schneider vom Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck (Platz 2) und Charlotte Lehmann vom Gymnasium Buxtehude Süd (Platz 3). Als Preis erhielten sie je 100 Euro, die vom niedersächsischen Kultusministerium zur Verfügung gestellt wurden.

Den Preis als erfolgreichste niedersächsische Schule erhielt das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht. Es stellte insgesamt sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen drei eine Platzierung im oberen Drittel erreichten: Clara Brucksch (Platz 4), Keno Sprenger (Platz 11) und Lars Schwengels (Platz 13).

Das Gymnasium Hittfeld gewann den Preis für die kontinuierlichste Teilnahme. In den vergangenen neun Jahren schaffte es die Schule in insgesamt sieben Durchgängen, Schülerinnen und Schüler erfolgreich in die zweite Runde der IChO zu führen. In diesem Jahr stellt das Gymnasium gleich sechs Olympioniken. Die beste Leistung hierbei erzielte Helene Marie Zerwer (Platz 12).

Der dritte Schulpreis ging an das Ratsgymnasium Wolfsburg. Nachdem die Schule einige Jahre nicht an dem Wettbewerb teilgenommen hatte, stellte sie in diesem Jahr mit Anna-Lena Bröer (s. o.) die erfolgreichste Schülerin in der zweiten Runde. Für diese Leistung gab es den Preis als Aufsteiger des Jahres. Als Preis gab es für die Schulen je 500 Euro für den Chemieunterricht, gesponsert vom VCI Nord.

An der Vorauswahl auf Landesebene beteiligten sich in diesem Jahr 25 niedersächsische Schulen. Insgesamt 53 Schülerinnen und Schüler nahmen an den Klausuren der zweiten Runde teil.

Die Preisverleihung bildet traditionell den Auftakt zum Landesseminar in Hannover, zu dem die zehn erfolgreichsten niedersächsischen sowie die insgesamt fünf besten Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen eingeladen werden. Die Kosten für die Preisverleihung sowie die Unterbringung übernimmt der VCI Nord. An der Leibniz Universität widmen sich die jungen Talente zunächst praktischen Versuchen der Anorganischen, Physikalischen, Organischen und Technischen Chemie. Außerdem schnuppern sie in den Bachelor-Studiengang Chemie hinein. Anschließend besuchen sie die Firma Abbott in Hannover, wo sie einen Einblick in die Bereiche Galenik und Analytik bekommen und sich über berufliche Möglichkeiten in der chemischen Industrie informieren können. Darüber hinaus bereiten sie sich mit Hilfe eines studentischen Trainers intensiv auf die nächste Runde der IChO vor.

Die Internationale ChemieOlympiade richtet sich an Schülerinnen und Schüler unter 21 Jahren. Das nationale Auswahlverfahren erstreckt sich über vier Runden, von denen die ersten beiden auf Länderebene stattfinden. Am Ende stellen die bundesweit vier besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die deutsche Nationalmannschaft. Der internationale Wettbewerb besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung und umfasst nahezu das gesamte Spektrum der Chemie. Die IChO ist ein Einzelwettbewerb (ohne Teamwertung) und bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach der erreichten Punktzahl gereiht, nach der auch die Medaillen vergeben werden. Die 52. Internationale ChemieOlympiade findet 2020 in Istanbul (Türkei) statt.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

157.000 Euro für guten Chemieunterricht an norddeutschen Schulen

Grundschullehrkräfte bilden sich fort

Bildung