Studie zu Chemie 4.0 veröffentlicht

 

28.9.2017 – Über 1 Milliarde Euro investieren die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie in den nächsten drei bis fünf Jahren in Digitalisierungsprojekte und neue digitale Geschäftsmodelle. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Chemie 4.0 – Wachstum durch Innovation in einer Welt im Umbruch“, die heute vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) und Deloitte veröffentlicht wurde.


Die Nutzung von digitalen Massendaten, so die Studie, ermöglicht nicht nur Effizienzgewinne in der Produktion, zum Beispiel durch vorausschauende Wartung mittels Sensoren, sondern führt auch zu mehr Innovation, etwa durch virtuelle Realität und fortgeschrittene Simulationen für Forschung und Produktentwicklung. „Die Verknüpfung von digitalen Dienstleistungen mit Produkten der Chemie- und Pharmaindustrie ist der Schlüssel für zusätzliche Wertschöpfung“, betont der VCI-Präsident Kurt Bock.


Ein Beispiel hierfür ist das zirkuläre Wirtschaften. Denn Geschäftsmodelle in der zirkulären Wirtschaft werden in der Regel aus Netzwerken von Partnern verschiedener Branchen bestehen, stellt Deloitte in der Studie fest. Die Digitalisierung erleichtere die unternehmensübergreifende Kooperation in solchen ökonomischen Netzwerken. Unternehmen, die dort erfolgreich sein wollen, müssten sowohl technische Kompetenzen wie auch Netzwerkkompetenzen auf sich vereinen. VCI-Präsident Bock sieht gute Chancen, dass Chemieunternehmen aufgrund ihrer Erfahrung mit komplexen Produktionsabläufen eine zentrale Rolle als „Orchestrator“ in diesen Netzwerken einnehmen können.


Weitere Ergebnisse, die Studie in Kurz- und Langfassung und als Video-Skizze finden Sie hier.