MINT-Förderung: Rollenbilder und Klischees – Studie zur Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen

 

29.8.2017 – Eine Studie der Universität Rostock hat die Rollen von Frauen und Männern in fiktionalen Produktionen, Unterhaltungsformaten, journalistischen und dokumentarischen Beiträgen im TV sowie im Kinderfernsehen untersucht. Als Grundlage diente eine detaillierte Analyse von über 3.000 Stunden TV-Programm aus dem Jahr 2016 sowie über 800 deutschsprachigen Kinofilmen der letzten sechs Jahre. Die wesentlichen Ergebnisse sind:

  • Frauen sind unterrepräsentiert: Durchschnittlich ist das Verhältnis von Frauen zu Männern 1:2. Wenn sie gezeigt werden, kommen sie häufiger im Kontext von Beziehung und Partnerschaft vor.
  • Alters-Gap: Wenn Frauen vorkommen, dann als junge Frauen. Ab 30 Jahren kommen Frauen sukzessive seltener vor.
  • Informationsformate sind männlich dominiert: Männer werden deutlich häufiger in der Rolle der Experten, Gameshow-Moderatoren, Journalisten und Sprecher gezeigt.
  • The future is equal? Nicht im Kinderfernsehen! Dort ist durchschnittlich nur eine von vier Figuren weiblich. Tierfiguren und sprechende Pflanzen sind zu 90% männlich. Frauen kommen meist als Feen, Hexen oder Mütter vor.

Der VCI setzt sich dafür ein, Rollenklischees aufzubrechen und Mädchen und Jungen gleichermaßen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge und Berufe zu gewinnen.
Die Zusammenfassung der Studie sowie zwei Artikel in der Süddeutsche Zeitung und im Tagesspiegel, die weitere Ergebnisse aufzeigen, finden Sie unten anliegend.

http://www.sueddeutsche.de/medien/deutsches-fernsehen-mannomann-1.3584530

http://www.tagesspiegel.de/medien/studie-zur-geschlechterdarstellung-in-tv-und-kino-maenner-dominieren-frauen-kommen-vor/20052966.html

Zusammenfassung der Studie