Lehrerforum zum Thema Bauchemie

 

30.11.2016 – „Eine Wand ist kein Boden.“ – eigentlich eine klare Sache. Aber dass man deshalb für beides auch anderen Beton verwenden muss, wissen die wenigsten. Dies und worauf man beim „Häusle bauen“ –aus chemischer Sicht – sonst noch achten muss, erfuhren rund 40 Lehrkräfte beim diesjährigen Lehrerforum Chemie am 18. und 19. November. Gastgebendes Unternehmen war die Remmers Baustofftechnik GmbH in Löningen. Zunächst informierten Ausbildungsleiterin Dr. Christina Blanck und Andreas Tewes vom Bernhard-Remmers-Institut für Analytik über Firmenkultur, Produkte und Ausbildungsmöglichkeiten. Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Ausbildungslabor und die neu gebaute Versandhalle besichtigen.
Am zweiten Tag wurde es dann ganz praktisch. Nach zwei kurzen Einführungsvorträgen standen Experimentier-Workshops auf dem Programm: „Wieso ist der Ziegel rot?“ und „Wie erreiche ich die beste Dämmwirkung beim Hausbau?“ Diesen und weiteren Fragen konnten die Lehrkräfte im Workshop Von der Höhle zum Hochhaus nachgehen. Angeleitet von Prof. Dr. Katrin Sommer und Susanne Buse von der Ruhr-Universität Bochum bauten sie u. a. ein Modellhaus aus Polystyrol. Anschließend überprüften sie mit einer Wärmebildkamera und einem Infrarotthermometer, wie gut ihr Häuschen gedämmt ist. In einem weiteren Versuch mischten die Lehrkräfte Beton an und testeten anschließend, wie verschiedene Zusatzmittel dessen Eigenschaften veränderten.
Im zweiten Workshop zum Thema Warum auch ein Betonbau nicht ewig hält zeigte Remmers-Mitarbeiter Jens Rönne u. a., wie man die Carbonatisierung und Druckfestigkeit von Beton bestimmt. Außerdem konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Haftzugfestigkeit verschiedener Schichten (Putz, Estrich, Anstriche etc.) auf Betonoberflächen testen.

 

(Foto: Remmers Baustofftechnik GmbH)