Lehrerfortbildung Sicheres Experimentieren im Chemieunterricht 2016

23.11.2016 – Gefährdungsbeurteilungen, Ersatzstoffprüfungen, Gefahrstoffmanagement: Die Richtlinie für Sicherheit im Unterricht (RISU 2016) stellt Chemielehrkräfte vor zusätzliche Herausforderungen. Wie kann man die Sicherheit wahren und trotzdem mit den Schülerinnen und Schülern experimentieren? Diese Frage stand auch bei der vierten Fortbildung Sicheres Experimentieren im Chemieunterricht des VCI Nord am 16. November im Mittelpunkt. Rund 40 Pädagoginnen und Pädagogen aus Norddeutschland waren der Einladung nach Hamburg gefolgt.

Zum Auftakt erläuterte Dr. Bernd-H. Brand, Entwickler des Programms Chemac/win, wie Gefahrstoffmanagement in der Praxis aussieht und was beim Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung zu beachten ist.

Anschließend wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst aktiv: Die erste Gruppe hatte die Aufgabe, das zuvor Gehörte beim Anfertigen von Gefährdungsbeurteilungen selbst umzusetzen. Die zweite Gruppe erhielt von Dr. Horst Klemeyer, Fachkraft für Arbeitssicherheit, eine Einführung in die theoretischen Grundlagen des Gefahrstoffrechts und des Gefahrstoffmanagements an Schulen. Er informierte über Rechte und Pflichten und diskutierte mit den anwesenden Lehrkräften die Vor- und Nachteile von vorgefertigten Gefährdungsbeurteilungen sowie verschiedener Gefahrstoffmanagementprogramme.

Aber auch das Experimentieren selbst kam nicht zu kurz. Sehr anschaulich vermittelte Dr. Stephan Leupold von der Universität Bremen mögliche Gefahren ausgewählter Schulversuche, zu denen die Lehrkräfte im Workshop am Vormittag bereits Gefährdungsbeurteilungen erstellt hatten.

Mit der Fortbildung möchte der VCI Nord Chemielehrkräften ganz praktisch dabei unterstützen, die RISU an ihrer Schule umzusetzen. Damit Unterricht auch weiterhin sicher, experimentell und schülerorientiert gestaltet werden kann. Aufgrund der großen Nachfrage wird sie auch 2017 wieder stattfinden.