Initiative Pro Titandioxid: Weiß für eine bunte Welt

24.8.2017 – Das Weißpigment Titandioxid ist ein Allrounder. Es kommt in Farben, Lacken, Druckfarben, Kunststoffen, Textilien, Lebens- und Futtermitteln, bei der Papierherstellung oder in pharmazeutischen und kosmetischen Produkten zum Einsatz. Sollte der Stoff künftig als Krebsverdachtsstoff eingestuft werden, würde sich das in nahezu allen Industriebereichen und auch beim Privatverbraucher unmittelbar bemerkbar machen.

Die Initiative Pro Titandioxid liefert deshalb auf ihrer Website wichtige Informationen und Argumente zu dieser Diskussion.


Der Hintergrund: Die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES) hat bei der Europäischen Chemikalienagentur eine Einstufung von Titandioxid als wahrscheinlich krebserzeugend (Kategorie 1B) beim Einatmen vorgeschlagen. Begründet wird der Vorschlag mit der Befürchtung, dass Arbeiter an Lungenkrebs erkranken könnten, wenn sie bei der industriellen Herstellung und Verarbeitung Staubemissionen u.a. von Titandioxid ausgesetzt sind. In Verbraucherprodukten, wie zum Beispiel Farben, Lacken, Kunststoffteilen und Papier, ist Titandioxid jedoch in eine Matrix eingebettet und liegt somit nicht als Staub vor. Das Problem liegt darin, dass die geltenden Gesetze kein Unterschied machen, ob der Stoff als einatembares Pulver vorliegt oder nicht. Von der Einstufung wären in der Praxis alle Gemische betroffen, die Titandioxid enthalten, erklärt die Initiative Pro Titandioxid.


Außerdem verweist der VCI darauf, dass es keinerlei Hinweise auf Probleme aus epidemiologischen Studien und der Anwendungspraxis gibt. Titandioxid wird seit Jahrzehnten sicher verwendet. Ein gehäuftes Auftreten von Lungenkrebs wurde nicht beobachtet. Epidemiologische Studien konnten keinen Zusammenhang zwischen der Exposition am Arbeitsplatz und einem Risiko für Krebs feststellen.