Grundschüler mögen Naturwissenschaften und halten ihr Kompetenzniveau

12.12.2016 – In den Fächern Mathe und Naturwissenschaften halten die Viertklässler in Deutschland ihr Kompetenzniveau von 2007, das im internationalen Vergleich im mittleren Bereich liegt. Besonders erfreulich: Am Ende der Grundschulzeit sind die Schüler gegenüber Mathematik und Naturwissenschaften sehr positiv eingestellt. Das zeigt die Studie TIMSS 2015, die die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Grundschulkindern der 4. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich untersucht.

In Mathematik erreichten die getesteten Schüler 2015 einen Kompetenzmittelwert von 522 Punkten (2007: 525; 2011: 528). Sie liegen damit im internationalen Vergleich im Mittelfeld, jedoch unter dem Mittelwert der teilnehmenden EU- (527 Punkte) und OECD-Staaten (528 Punkte).
In den Naturwissenschaften liegt das Kompetenzniveau, wie bereits in 2007 und 2011, bei 528 Punkten. Dieser Wert liegt signifikant über dem internationalen Mittelwert (505 Punkte) und auf dem Niveau des Mittelwerts der teilnehmenden EU-Staaten (525 Punkte) und OECD-Staaten (527 Punkte).

Das Kompetenzniveau zu halten, gelang den Schülern trotz der zunehmend heterogen zusammengesetzten Klassen. Außerdem konnten im Vergleich zu 2007  die geschlechtsbezogenen Kompetenzunterschiede sowohl in Mathematik als auch in den Naturwissenschaften signifikant reduziert werden. Und auch die Leistungen von Schülern mit Migrationshintergrund haben sich seit 2007 verbessert. Kinder mit Migrationshintergrund haben aber dennoch deutliche Leistungsnachteile.

Da Lehrer von entscheidender Bedeutung sind, Kinder zu fördern und ihre Motivation für naturwissenschaftliche Fächer zu wecken, engagiert sich der VCI Nord seit langem mit verschiedenen Projekten in der Lehrerfortbildung.