Die Ausbildung zum Chemikanten belegt Spitzenplatz

 

24.4.2017 – Der Chemikant ist mit über 5.500 Auszubildenden mit Abstand der zahlenmäßig stärkste Beruf der Chemiebranche. Insgesamt verzeichnete der Chemikant seit 2011 einen Zuwachs von 1.000 Auszubildenden. Damit entfallen inzwischen insgesamt fast 70 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse auf den MINT-Bereich. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) unter 770 Ausbildungsbetrieben.

Der Chemikant führt aber nicht nur die Liste aller Ausbildungsberufe an. Er belegt auch den Spitzenplatz bei den schwer zu besetzenden Ausbildungsplätzen. Es folgen ihm auf Rang zwei bis vier der Engpassberufe die Elektroniker, Verfahrens- und Industriemechaniker.

Die Ursachen für das teilweise schwere Besetzen der Ausbildungsplätze in gewerblich-technischen Berufen liegen häufig in der fehlenden Ausbildungsreife von Schulabsolventen oder der zu geringen Zahl an Bewerbern. Das macht deutlich: Zum einen sollten Unternehmen verstärkt für ihre Ausbildungsberufe werben – zum Beispiel auf dem, von ChemieNord und VCI Nord organisierten, Gemeinschaftsstand "Chemie verbindet" auf der diesjährigen IdeenExpo. Zum anderen sind aber auch Schulen verstärkt gefordert, den Übergang von Jugendlichen in das Berufsleben systematischer vorzubereiten und zu begleiten. Dazu ist eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen wichtig, die der VCI Nord über zahlreiche Projekte fördert.